LC Rapid Dortmund 2000

Jana Hartmann läuft neue Hallenbestzeit

Westfälische Rundschau
12.02.2007
(P.M.)Auf den letzten Metern wurden ihre Beine ganz schön schwer, doch der Schmerz war schnell vergessen. Jana Hartmann (LG Olympia) hatte nämlich beim internationalen Leichtathletik-Meeting in Leipzig mit ausgezeichneten 2:04,94 Minuten über 800m wieder eine neue Hallenbestzeit erzielt. Janas bisheriger Hausrekord von 2:06,24 Minuten, den sie bei der Leichtathletik-Gala in Düsseldorf aufstellte, hatte somit nur fünf Tage Bestand.
Das 800m-Rennen in Leipzig verlief für die 25-jährige Polizeimeisterin jedoch gar nicht nach Wunsch. Die Slowenin Jolanda Ceplak (1. in 1:59,65 Min.) legte in der Anfangsphase ein Höllentempo vor, so dass sofort eine Lücke zwischen ihr und ihren Mitstreiterinnen klaffte.
Jana Hartmann ergriff in der Verfolgergruppe die Initiative und passierte die 400m in 58,9 Sekunden und die 600m in 1:31,0 Minuten. Auf den letzten Metern schwanden dann ihre Kräfte, so dass sie noch die US-Amerikanerin Sasha Spencer (2. in 2:03,63 Min.) und die Italienerin Alexia Oberstolz (3. in 2:04,50 Min.) hinter sich lassen musste.
„Wenn Jolanda Ceplak nicht so schnell angegangen wäre, wäre sogar noch etwas mehr für mich drin gewesen. Dennoch bin ich mit meiner Vorstellung sehr zufrieden,“ betonte die letzt jährige deutsche Hallen-Vizemeisterin.
Für Jana Hartmann war die Verlockung groß, auch noch zwei Tage später beim Leichtathletik-Meeting in Karlsruhe über 800m zu starten. Sie sagte jedoch wegen einer leichten Erkältung ab, denn sie möchte im Hinblick auf die deutschen Hallenmeisterschaften am kommenden Wochenende in Leipzig kein Risiko eingehen. Schließlich zählt sie dort auf ihrer Spezialdistanz zu den Medaillenkandidatinnen.
Im 800m-Lauf der Männer fand Steffen Co (LGO) aufgrund der unorthodoxen Tempogestaltung des späteren Siegers Florent Lacasse (Frankreich, 1:47,47 Min.), der die ersten 400m in 51,9 Sekunden anging, nicht seinen gewohnten Laufrhythmus, so dass er sich als Dritter mit 1:50,19 Minuten begnügen musste.
Jens Freudenau (LC Rapid), den es beruflich nach Berlin verschlagen hat, startete dort als Gast bei den Norddeutschen Meisterschaften und erreichte über 3000m respektable 8:42,24 Minuten. Der 37-jährige „Rapido“ war damit zehn Sekunden schneller als im Vorjahr.