LC Rapid Dortmund 2000

Jan Fitschen mit gutem Schnelligkeitstest

leichtathletik.de
02.06.2006
Jan Fitschen (TV Wattenscheid) zog sich nach dem Rennen schnell seine wärmende Trainingskleidung an. Bei nasskalter Witterung erreichte der 29-jährige Langstreckler bei einem Läufertag in Menden über 1500m ansprechende 3:45,80 Minuten und setzte sich damit sicher vor seinen beiden Teamkollegen Torben Grothaus (3:47,94 Min.) und Alexander Lubina (3:48,01 Min.) durch. "Für mich war dieser Lauf eine gute Schnelligkeitsspritze für das Internationale Abendsportfest am 8. Juni in Kassel, wo ich über 5000m ebenfalls die EM-Norm schaffen möchte," sagte der 29-jährige Wattenscheider, der sich auf der 10000m-Distanz mit 28:19,52 Minuten bereits für die Euromeisterschaften in Göteborg qualifiziert hat.
Auch Torben Grothaus, der im vergangenen Jahr 3:43,95 Minuten über 1500m erzielte, zeigte sich mit seiner Leistung zufrieden: „Für mich war dieses Rennen eine wichtige Standortbestimmung. Die Zeit geht bei den widrigen Witterungsbedingungen für mich in Ordnung.“
Alexander Lubina, der sich als deutscher Vizemeister über 10000m mit 28:37,42 Minuten bereits für die EM in Göteborg qualifizierte, übte dagegen nach dem Lauf Selbstkritik. „Das Rennen verlief für mich noch nicht rund genug. Die ersten 1000 Meter habe ich verschlafen“
DLV-Trainer Detlef Uhlemann lobte Wattenscheider Läufer: „Unter den gegebenen Voraussetzungen sind ihre Leistungen recht hoch einzustufen.“
Über 3000m lag der noch zur Jugendklasse zählende Fynn Schwiegelshohn (LG Olympia Dortmund) in 8:30,29 Minuten vor Florian Thönnessen (Aachener TG, 8:35,28 Min.). „Leider fehlte mir ein entsprechender Tempomacher. Sonst wäre ich sicherlich noch schneller gewesen,“ befand der 18-jährige Dortmunder, der 2005 mit 8:35,03 Minuten zu Buche stand.
Der Läufertag im Huckenohlstadion wurde vom LC Rapid Dortmund durchgeführt. Die Dortmunder mussten ins 40 Kilometer entfernte Menden ausweichen, weil ihnen das Stadion Rote Erde wegen der Fußball-WM nicht zur Verfügung stand und der Dortmunder Hoeschpark, der ursprünglich als Ausweichquartier vorgesehen war, wegen des starken Regens in den letzten Wochen nicht rechtzeitig fertig gestellt wurde. „Wir sind den Mendenern recht dankbar, dass sie uns unbürokratisch geholfen haben, denn wir wollten unsere Veranstaltung auf keinen Fall ausfallen lassen,“ erklärte Organisator Günter Schrogl.