LC Rapid Dortmund 2000

Walter Trümper "pulverisiert" über 1500m Senioren-Europarekord der Klasse M 75

Peter Middel
26.01.2015

TruemperEuroparekord25.01.15 jiMomentan ist es für Spitzen-Athletinnen und Athleten schwierig, geeignete Wettkämpfe zu finden. Daher waren einige von ihnen froh, dass sie beim Jugend- und Schülersportfest des LC Rapid Dortmund in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle mehrere Einlage-Wettbewerben bestreiten durften.

Dabei gefiel vor allem Christina Haack (TV Wattenscheid), die sich als 60m-Siegerin gegenüber den Westfalenmeisterschaften vor einer Woche an gleicher Stelle um sechs Hundertstelsekunden verbesserte und mit 7,38 Sekunden den beiden Paderbornerinnen Ina Thimm (7,62 Sek.) und Jessica Elsler (7,64 Sek.) deutlich das Nachsehen gab. Die frühere deutsche 200m-Hallenmeisterin (2011) kam bei ihrer viel versprechenden Vorstellung   auch ihrer absoluten 60m-Bestzeit von 7,35 Sekunden (2012) recht nahe.

Ihre augenblicklich gute Form unterstrich Christina Haack auch über 200m, wo sie mit 23,90 Sekunden deutlich schneller als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres (24,30 Sek.) war. Ihre  Teamkollegin Maike Dix (23,96 Sek.), die im Vorfeld gesundheitlich etwas angeschlagen war,  und Josefina Elsler (LC Paderborn, 24,06 Sek.) folgten auf den Plätze zwei und drei. „Die Veranstaltung war in erster Linie für den Nachwuchs gedacht. Da ging es in der Halle zwangsläufig etwas turbulenter zu, sodass es für mich schwierig war, mich zu konzentrieren. Über 200m hatte ich daher Probleme am Start. Trotzdem bin ich zum jetzigen Zeitpunkt mit meinen 23,90 Sekunden zufrieden. Das Gleiche gilt natürlich auch für meine 60m-Zeit, die zeigt, dass ich mich momentan auf dem richtigen Weg befinde,“ freute sich die 27-jährige Wattenscheiderin.

Alexander Kosenkow (TV Wattenscheid) kam bei seinem ersten 200m- Hallenstart in diesem Jahr auf 21,43 Sekunden und bezwang damit seinen Teamkollegen Maximilian Ruth (21,69 Sek.). Im 60m-Sprint konnte der 17 Jahre jüngere Maximilian jedoch den Spieß umdrehen und verwies Deutschlands Sprint-Oldie in 6,78 zu 6,80 Sekunden auf den zweiten Platz.

Alexander Kosenkow nahm´s gelassen: „Für mich kam es heute in erster Linie darauf an, mein Sprintgefühl zu verbessern. Ich werte daher beide Wettkämpfe als gutes Training. Bei dem Getümmel in der Halle hätte ich heute ohnehin keine Top-Zeiten erzielen können.“

Als besseres Training wertete auch Mareen Kalies (LC Paderborn) ihre Teilname am Dortmunder Hallensportfest. Die Dritte der Olympischen Jugendspiele erreichte dabei 8,34 Sekunden über 60m, 26,11 Sekunden über 200m und 56,60 Sekunden über 400m. „Einzeln betrachtet sind das nur Durchschnittszeiten. Insgesamt bin ich aber damit zufrieden. Bei den 60 Metern und bei den 200 Metern zeigte sich vor allem, dass ich eine schlechte Starterin bin.“

Lisa Kurschilgen, die kurz zuvor mit ihrer Mutter Brigitte noch Zuschauerin beim Hochsprung-Meeting in Unna war, konnte sich im Weitsprung mit beachtlichen 6,29m deutlich gegenüber den „Westfälischen“ (6,10m) steigern.

Eine starken Auftritt hatte auch Marius Probst (TV Wattenscheid), der über 800m seine persönliche Bestzeit von 1:51,11 auf 1:50,20 Minuten drückte, und das, obwohl er auf dem Schlussabschnitt auf sich allein gestellt war. „Ich habe in den letzten Wochen im Training sehr viele Kilometer zurückgelegt. Daher bin ich selbst überrascht von dieser Zeit,“ meinte der letzt jährige deutsche U23-Meister, der bei den nächsten Hallenrennen seine momentane Leistungsmöglichkeit über 1500m ausloten möchte.

Die 15-jährige Keshia Berverly Kwadwo (TV Wattenscheid), die am vergangenen Wochenende mit 7,50 Sekunden über 60m aufhorchen ließ, wagte sich in der Halle erstmalig über 200m und erreichte dort viel versprechende 24,92 Sekunden.

Von den Dortmunder Teilnehmern gefiel vor allem Karl-Walter Trümper (LC Rapid), der 1500mLauf der Klasse M 75 mit ausgezeichneten 5:21,40 Minuten deutlich unter dem 15 Jahren alten Senioren-Europarekord des Schweden Rene Bergmann blieb. „Es ging einfacher, als ich dachte,“ wunderte sich Dortmunds dienstältester Mittel- und Langstreckler. 

Im 400m-Lauf der weiblichen Jugend U20 erfreute Patricia de Graat (LG Olympia Dortmund) mit ihrer Verbesserung von 60,46 auf ausgezeichnete 58,48 Sekunden.

Eine ausgezeichnete Vorstellung boten auch die beiden LGOer Max Lennardt

und Leif Gunkel mit ihren Zeiten von 1:54,88 und 1:55,44 Minuten.

Bei der männlichen Jugend U20 blieb Leon Straub (LGO) mit 1:59,61 Minuten erstmalig unter der Zwei-Minuten-Marke.