LC Rapid Dortmund 2000

Dortmunder bei den Senioren-Weltmeisterschaften in Budapest im Medaillenrausch

Peter Middel
04.04.2014

Wittig-TruemperBudapest ji jiFünfmal „Gold“- für Klemens Wittig (LC Rapid) gingen bei den Senioren-Weltmeisterschaften in Budapest alle Wünsche in Erfüllung.

Am letzten Tag der Titelkämpfe in der ungarischen Metropole  war der glänzend aufgelegte „Rapido“ in der Alterskategorie M 75 auf der Halbmarathonstrecke gleich zweimal erfolgreich- in der Einzel- und Mannschaftswertung.

Der nimmermüde Laufoldie übernahm  bei herrlichem Frühlingswetter auf der 21,1km-langen Distanz gleich vom Start weg die Führung und gab diese bis ins Ziel nicht mehr ab. Mit seinem ersten Rang in der Einzelwertung in ausgezeichneten 1:36:45,20 Stunden legte er zudem die Basis für das Mannschaftsgold des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. Wie groß die Überlegenheit des Dortmunders in Budapest war, verdeutlicht die Tatsache, dass der Zweitplatzierte Manuel Rosales mit einem Rückstand von sieben Minuten das Ziel erreichte..

Vor seinem Doppelerfolg im Halbmarathon-Lauf hatte Klemens Wittig bereits drei Goldmedaillen im 3000m-Lauf (12:14,52 Min.) sowie im 8km-Crosslauf in der Einzel- und Mannschaftswertung gewonnen. „Aufgrund meiner geringen Vorbereitung hatte ich bei den Budapester Titelkämpfen nie mit fünf Titeln rechnet. Für mich ist das ein Traumergebnis,“ strahlte Klemens Wittig, der in seiner  bisherigen Karriere nun bereits 25 Senioren-Weltmeisterschaften gewann.

 

Karl-Walter Trümper ließ sich durch Missgeschick nicht aus dem Konzept bringen

 

Karl-Walter Trümper (LC Rapid) hatte zum Auftakt der Budapester Titelkämpfe Pech, als er beim Crosslauf von einem Ordner falsch eingewiesen. Der 74-jährige „Rapido“ ließ sich durch dieses Missgeschick nicht aus dem Konzept bringen und erkämpfte sich im 3000m-Lauf in 11:3131,08 Minuten die Bronzemedaille. Im abschließenden Halbmarathon belegte Karl-Walter Trümper nach einer kämpferisch starken Leistung in der Einzelwertung in ausgezeichneten  1:32:46,50 Stunden den Silber-Rang. Darüber hinaus freute   er  mit dem Trio des Deutschen Leichtathletik-Verbandes riesig über den souveränen Erfolg in der Mannschaftswertung.

„Die letzten drei Kilometer im Halbmarathonlauf sind mir wegen der vorangegangenen Wettkämpfe recht schwer gefallen. Aber ich bin hochzufrieden,“ befand Karl-Walter Trümper, der mit „Gold“, „Silber“ und „Bronze“ nun einen kompletten Medaillensatz mit nach Hause brachte.

Franz Szponik (LC Rapid) war wie seine beiden Teamkollegen Klemens Wittig und Karl-Walter Trümper in Budapest gleich mehrfach im Einsatz. Nach seinem Mannschaftssilber im Crosslauf qualifizierte sich der 74-jährige über 800m  nach 2:46,91 Minuten im Vorlauf  für das Finale,  in dem er in 2:47,38 Minuten einen respektablen siebten Rang belegte.

Auch über 1500m drang der kampfstarke Franz-Josef Szponik nach 5:55,58 Minuten im Vorlauf in das Finale vor und wurde dort mit einer Steigerung auf 5:52,20 Minuten Zehnter.

Nimmt man das Diskus-Gold von Bianca Overkamp noch hinzu, dann haben die Dortmunder Senioren-Leichtathletik bei der Senioren-WM in Budapest siebenmal „Gold“, zweimal „Silber“ und einmal „Bronze“ gewonnen. Mit solch einer erfreulichen Ausbeute hatte im Vorfeld niemand gerechnet.  P.M.