LC Rapid Dortmund 2000

Senioren-WM in Budapest: Klemens Wittig holte der ungarischen Hauptstadt bereits sein drittes WM-Gold

Peter Middel
28.03.2014

Truemper jiÜberzeugender ging es nicht mehr: Bei den Senioren-Hallen-Weltmeisterschaften in Budapest dominierte der glänzend  aufgelegte Klemens Wittig (LC Rapid) im 3000m- der Klasse M 75 in ausgezeichneten 12:14,52 Minuten vor dem Polen Henryk Urtnowski (12:41,29 Min.). Der 76- jährige Dortmunder holte sich damit bei diesen Titelkämpfen bereits die dritte Goldmedaille, nachdem er zuvor schon im Crosslauf und in der Cross-Mannschaft des Deutschen Leichtathletik-Verbandes erfolgreich war.

„Es war mit Zwischenzeiten von 4:04 Minuten über 1000m und 8:08 Minuten über 2000m ein recht gleichmäßiger Lauf für mich. Ich hatte während keiner Phase des Rennens Probleme,“ berichtete Klemens Wittig, der sich bereits nach 1000 Metern vom Feld absetzen konnte. Der laufbegeisterte Brechtener gewann mit seinem jüngsten Triumph seinen 21 Senioren-WM- Titel in seiner erfolgreichen Karriere.

Sein Teamkollege Karl-Walter Trümper (Foto) rannte im 3000m-Lauf der Klasse M 70 mit Wut im Bauch, nachdem er zwei Tage zuvor im Crosslauf von einem Ordner falsch eingewiesen wurde und lediglich 16. wurde.

Der 74-jährige „Rapido“ holte auf der 15-Runden-Distanz alles aus sich heraus und erkämpfte sich als Dritter hinter Jean-Louis Esnault (Frankreich, 11:30,02 Min.) und Malykh Vladimir (Russland, 11:30,90 Min.) in respektablen 11:31,08 Minuten seine erste WM-Medaille.

„Der Titel lag für mich bei der knappen Spurtentscheidung  greifbar nahe, aber es leider nicht gereicht. Bei dem dicht gedrängten Feld musste in teilweise auf der zweiten, manchmal sogar auf der dritten Bahn laufen. Dabei habe ich wertvolle Meter verschenkt. Bei einer anderen Taktik wäre das Rennen wahrscheinlich anders für mich ausgefallen,“ vermutete Karl-Walter Trümper.

Klemens Wittig und Karl-Walter Trümper wollen nach ihren Erfolgen über 3000m am Sonntag im Halbmarathon wiederum  auf Medaillenjagd gehen. Auf der 21.1km- langen Distanz haben sie Chancen auf Edelmetall in der Einzel- und Mannschaftswertung.

Franz- Josef Szponik (LC Rapid) ist bekannt dafür, dass er mit einem Minimum an Training auskommt. Trotz seiner geringen Vorbereitung überraschte der 74-jährige „Rapido“  in der Klasse M 70 nach seinem Mannschaftssilber im Crosslauf mit seinem neunten Rang über 3000m in 12:13,95 Minuten. Im 800m-Vorlauf  gefiel Franz-Josef Szponik mit guten 2:46,91 Minuten und qualifizierte sich damit für das Finale.