LC Rapid Dortmund 2000

Dortmunder Läufer-Trio bei der Senioren-Hallen-WM in Budapest

Horst Merz
19.03.2014

WittigHallen-EM jiKarl – Walter Trümper, Klemens Wittig und der als „Mann mit der Mütze“ bekannte Franz – Josef Szponik (alle LC Rapid) haben während ihres Läuferlebens unzählige Trainings- und Wettkampfkilometer zurück gelegt und Medaillen gesammelt. Mit dieser Erfahrung wollen sie bei den Hallen – Weltmeisterschaften der Senioren in Budapest antreten. Trümper, der bekanntlich erst im Oktober seinen 75. Geburtstag feiert, muss nach den internationalen Regeln noch in der M 70 gegen bis zu fünf Jahre jünger Konkurrenten antreten, doch ist er optimisch: „Angesichts der in den Meldungen  genannten Zeiten, sind meine Chancen nicht schlecht.“ Der noch „74er“ hat während der vergangenen Wochen sein Trainingspensum noch einmal um 20 auf  60 bis 70 Kilometer gesteigert und fühlt sich gut, obwohl ihm ein Heuschnupfen zu schaffen macht. Er beginnt mit dem Cross über acht Kilometer und will erst vor Ort nach seiner körperlichen Verfassung entscheiden, welcher Herausforderung er sich danach noch stellt. Da denkt er vor allem an den Halbmarathon. „Ich habe zwar mein letztes Rennen über diese Strecke vor 12 Jahren bestritten, glaube aber die Anforderungen gewachsen zu sein.“, sagt er und ist sicher in beiden Wettbewerben mit dem deutschen Team erfolgreich sein zu können. „Auch eine Medaille in der Einzelwertung könnte drin sein.“, hofft er und will nicht mehr wie zuletzt Tempo machen, sondern sich auf seinen langen Spurt verlassen.

Der amtierende fünffache Weltmeister der M 75 Klemens Wittig hat sich wieder ein Riesenprogramm vorgenommen. “Ich werde immer nur strategisch auf Platz laufen, um Kraft für weitere Rennen zu sparen.“, kündigte er an. Auch er legt in der Woche ca. 60 Kilometer zurück, eine gute Basis für den Halbmarathon, bei dem er wie im Cross  Mannschaftsgold anstrebt, aber auch in der Einzelwertung gute Chancen besitzt. „Über 800 Meter habe ich noch mit dem Russen Savchenko und Alonso aus Spanien ein Hühnchen zu rupfen.“, brennt er auch auf dieses Rennen. „Der Franz rennt bis ihm die Beine abfallen.“, sagt ein Vereinskamerad über Franz- Josef Szponik. Dieser hat für das „volle Programm“ gemeldet. Die besten Chancen werden ihm über die 800 Meter der M 70 zugebilligt.

Am Sonntag fliegt das Dortmunder Trio in die ungarische Metropole.