LC Rapid Dortmund 2000

Janina Goldfuß siegt in indirektem Duell

leichtathletik.de
16.05.2010
Das Ergebnis „hinkt“ ein wenig, denn die beiden Wattenscheiderinnen Janina Goldfuß und Denise Krebs sowie die Dortmunderin Jana Hartmann starteten am Freitag beim Läufertag des LC Rapid Dortmund im Stadion Rote Erde über 1.000 Meter in zwei verschiedenen Rennen. So kam es bei Temperaturen um zehn Grad nur zu einem indirekten Vergleich zwischen den besten deutschen Mittelstrecklerinnen, den Janina Goldfuß in 2:46,25 Minuten vor Jana Hartmann (2:46,28 min) und Denise Krebs (2:46,96 min) für sich entschied.

Janina Goldfuß setzte sich gegen Jana Hartmann und Denise Krebs durch (Foto: Middel)


Janina Goldfuß konnte wegen muskulärer Probleme in der Wade keine Hallenrennen bestreiten. Daher zeigte sich die 26 Jahre alte Wattenscheiderin nach langer Wettkampfabstinenz mit ihrer ersten Standortbestimmung zufrieden. „Ich habe lange Zeit nicht mit Spikes laufen können, daher muss ich erst einmal wieder meinen Laufrhythmus finden. Aber ich merke, dass die Richtung stimmt“, gab sich die letztjährige Deutsche 800-Meter-Meisterin optimistisch.

Auch beruflich hat Janina Goldfuß ihren Weg gefunden. Seit dem 1. Mai hat die Mittelstrecklerin eine 32-Stunden-Stelle beim Saarländischen Leichtathletik-Verband. Der Umzug vom Ruhrgebiet ins Saarland bereitete ihr keine Probleme: „Ich habe weiter hervorragende Trainingsbedingungen, und meine Verbindung zum TV Wattenscheid bleibt natürlich bestehen.“

Jana Hartmann fehlt noch die Schnelligkeit

Nicht mit ihrer Leistung zufrieden war Jana. „Mir war es zu kalt. Zudem habe ich in letzter Zeit recht hart trainiert, so dass mir noch die Schnelligkeit fehlt. Daran muss ich nun bei meinen nächsten Rennen feilen“, erklärte die Deutsche Hallenmeisterin über 800 Meter.

Auch Denise Krebs fröstelte. „Gestern bin ich noch mit Pudelmütze herumgelaufen. Meine Zeit geht bei der Kälte in Ordnung. Mit den steigenden Temperaturen wird auch meine Form steigen“, sagte die Deutsche Hallenmeisterin über 1.500 Meter, die der Sportfördergruppe der Bundeswehr angehört und parallel dazu in Ansbach „International Business & Management“ studiert.

Martin Bischoff konnte auf seine Spurtstärke vertrauen (Foto: Middel)


Martin Bischoff auf den letzten Metern


Im 1.000-Meter-Lauf der Männer sah 200 Meter vor dem Ziel noch alles nach einen sicheren Sieg für Christoph Lohse (TV Wattenscheid 01) aus. Doch dann kam wie schon zuletzt bei den westdeutschen Staffelmeisterschaften in Kreuztal sein Teamkollege Martin Bischoff mit Siebenmeilenstiefeln herangeeilt und gewann in der neuen persönlichen Bestzeit von 2:23,10 Minuten (bisher 2:26,28 min).

Die enorme Spurtstärke bei dem 20 Jahre alten Wattenscheider kommt nicht von ungefähr, denn er arbeitet zurzeit an seinem Finish. „Daher werde ich in den nächsten Wochen gezielt einige Rennen auf den Unterdistanzen bestreiten“, kündigte Martin Bischoff an. „Im Training bin ich schon einmal 48,7 Sekunden über 400 Meter gelaufen, aber offiziell habe ich auf dieser Distanz noch kein Ergebnis stehen.“

Christoph Lohse nicht enttäuscht

Christoph Lohse, der als Zweiter mit 2:23,53 Minuten ein wenig schneller als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres (2:24,08 min) war, zeigte sich keineswegs enttäuscht: „Auf den letzten Metern habe ich schon damit gerechnet, dass mich Martin noch überholen würde, denn ich weiß, dass er im Spurt unwahrscheinlich stark ist.“

Der 27-Jährige befindet sich zurzeit in der Endphase seines Lehrerstudiums (Englisch, Biologie und Sport), und muss nur noch einige Prüfungen absolvieren. Auch sportlich hat er in diesem Jahr mit der EM-Qualifikation über 1.500 Meter ein festes Ziel.

Schnelle Sprintzeiten trotz Kälte

Über 3.000 Meter hatte Birte Schütz (TV Wattenscheid 01), die auf dieser Distanz zusammen mit den Männern laufen konnte, mit 9:31,55 Minuten einen vielversprechenden Saisonauftakt. Bei der männlichen Jugend A verblüffte Robin Erewa (TV Wattenscheid 01) bei Temperaturen im einstelligen Bereich mit 10,68 Sekunden über 100 Meter. Auch die 11,07 Sekunden des B-Jugendlichen Maurice Huke (TV Wattenscheid 01) konnten sich bei der Kälte sehen lassen.

Im 3.000-Meter-Lauf der männlichen Jugend A gefielen Daniel Krüger (LG Dorsten, 8:31,38 min) und Torsten Graw (TV Wattenscheid 01, 8:32,10 min) mit schnellen Zeiten. Beide legten die letzten 1.000 Meter in 2:45 Minuten zurück.