LC Rapid Dortmund 2000

Carolin Strophff muss beißen

WR
18.01.2010

Jana Hartmann (LG Olympia) verzichtete bei den westfälischen Hallenmeisterschaften in der Helmut-Körnig-Halle über 800m bewusst auf eine Tempomacherin und gestaltete ihr eigenes Rennen von der Spitze weg.

In 2:06,94 Minuten dominierte die 28-jährige WM-Teilnehmerin vor der deutschen 1500m-Meisterin Denise Krebs (TV Wattenscheid, 2:11,56 Min.). Sie hofft nun, sich mit ihrer überzeugenden Vorstellung für den Hallen-Länderkampf am 30. Januar in Glasgow empfohlen zu haben.

 

  Die letzten 80 Meter fielen ihr ganz schön schwer: Carolin Strophff musste bei ihrem 400 m-Sieg kämpfen. Foto: Wolfgang Birkenstock Foto: birkenstock, wolfgang

Die letzten 80 Meter fielen Carolin Strophff im 400m-Lauf ganz schön schwer, doch die 22-jährige Lehramtsstudentin biss sich durch und sicherte sich den Titel in guten 57,13 Sek. Gleichzeitig unterbot die „gelernte” Mehrkämpferin die Qualifikationszeit für die deutschen Hallenmeisterschaften am 27./28. Februar in Karlsruhe um 87/100 Sek.

Im Kugelstoßen wurde Anna-Katharina Weller (LGO) ihrer Favoritenrolle gerecht und gab mit 13,79m der Gladbeckerin Caroline Klöckner (13,00m) das Nachsehen. „Mit dem Erfolg bin ich zufrieden, nicht jedoch mit der Weite”, meinte die 20-jährige Psychologie-Studentin.

Krankheitsbedingt musste Mira Räker (LGO) im Training drei Wochen kürzer treten, so dass ihr zweiter Rang über 1500m in 4:38,62 Minuten für sie in Ordnung geht. Über 4x200m schafften die LGOlerin Ina Thimm, Carolin Strophff, Laura Schnittker und Ina Mannebach als Vizemeisterinnen mit erfreulichen 1:40,11 Minuten sicher die Qualifikation für die Hallen-DM. Die noch zur Jugendklasse zählenden Janina Balke (LGO) konnte im 200m-Lauf der Frauen als Zweite in 25,37 Sek. erstaunlich gut mithalten.

Im Weitsprung erfreute die Jana Habicht (TSV Kirchlinde) als Dritte mit starken 5,75m. Nur vier Zentimeter trennten die 26-Jährige vom Titelgewinn. Bei ihrem Teamkollegen Niels Süßmilch, der lange Zeit mit der 7-m-Marke kämpfte, scheint inzwischen der Knoten geplatzt zu sein. Mit der neuen persönlichen Bestweite von 7,11m (bisher 7,09m) belegte der 21-jährige Kirchlinder den dritten Rang.

Chris Schwiegelshohn (LGO), der studienbedingt in letzter Zeit ein wenig kürzer trat, überraschte über 800m als Zweiter in 1:57,01 Minuten.

Auch für Kugelstoßer Philipp Barth (LGO) hatte das Studium zuletzt Vorrang. Dennoch reichte sein reduziertes Training für den Maschinenbaustudenten zum Vizemeister-Titel mit 16,81m. Gehörlosen-Olympia-Sieger Oleg Bilokon (ASC 09) gefiel als Fünfter mit 16,81m.

Erfreulich war bei den Männern das Abschneiden der Staffeln. Über 4x200m brauchte die Startgemeinschaft Kirchlinde (Marcel Haubock, Niels Süßmilch, Dennis Humann, Martin Tornau) nach Kampf in 1:30,63 Minuten nur dem TV Gladbeck (1:30,63 Min.) den Vortritt zu lassen. In der 3x1000m-Staffel gab es ebenfalls eine knappe Entscheidung. Das Trio des LC Rapid mit Anselm von Borries, Tim Hövelmann und Benjamin Schönweitz zeigte sich als Vizemeister in 8:05,14 Minuten kämpferisch gut eingestellt.