LC Rapid Dortmund 2000

Trümper läuft deutschen Hallenrekord

RN
14.01.2009
 
 
DORTMUND „Im nächsten Jahr hole ich mir deine deutschen Rekorde“, hatte Karl-Walter Trümper (LC Rapid) seinem Vereinskameraden Klemens Wittig bereits 2008 „angedroht“. Jetzt machte er in der M 70 seine Ankündigung wahr.
Karl-Walter Trümper
Karl-Walter Trümper hat die Rekorde von Klemens Wittig im Visier.
Foto: Merz
Bei den westdeutschen Senioren-Hallen- und Winterwurf-Meisterschaften in Düsseldorf erkämpfte Trümper den 1500-Meter-Titel (5:13,09 Minuten), unterbot dabei Wittigs Bestmarke um 6,46 Sekunden, und verpasste den Weltrekord des Briten James Todt nur 1/100 Sekunde.

„Ich habe zu schnell begonnen, und dafür musste ich am Schluss büßen“, sagte er. Trümper holte eine der neun Dortmunder Goldmedaillen. Sein überraschend starker Vereinskamerad Hans Paluszynski tat es ihm über die gleiche Distanz der M 65 in 5:29,18 Minuten nach. Im Hochsprung der M 30 kam es zum erneuten Duell zwischen Philipp Wegfahrt und Dirk Cipa (beide LGO).

Titelverteidiger konnte nicht folgen

Wegfahrt stieg bei 1,60 Metern in den Wettbewerb ein und meisterte im zweiten Anlauf zwei Meter. Da konnte ihm Titelverteidiger Cipa nicht mehr folgen. Wegfahrt hat nun alle Chancen, diesem Erfolg auch den nationalen Hallentitel folgen zu lassen.

Im Diskuswurf imponierte Oleg Bilokon (ASC 09 Dortmund) durch seinen M 30-Titel mit beachtlichen 46,86 Metern. Dagegen musste sich sein Vater Valerij im Hammerwurf (49,22) geschlagen geben.

Weltrekord wackelte

Die Sprints der M 55 beherrschte Jochen Meyer (TSV Kirchlinde). Mit 8,19 Sekunden lief er der Konkurrenz davon und schlug zum zweiten Mal über 200 Meter zu, als er seinen Mannschaftsgefährten Horst Hampel mit 26,56 Sekunden bezwang. Die ausschließlich mit Kirchlinder Senioren besetzte 4 x 200 Meter Staffel schlug in 1:09,05 Minuten überlegen die zweite Formation (1:23,31).

Im Hochsprung der W 30 wurde Neu-Kirchlinderin Uta Stölting mit 1,56 Metern ihrer Favoritenrolle gerecht. In der W 60 ließ Bärbel Engster (LGO) im dritten Durchgang den Diskus auf 28,42 Meter segeln und war damit nicht zu schlagen. Im Kugelstoß gab es für sie mit 9,22 Meter „Silber“.