LC Rapid Dortmund 2000

Klemens Wittig mit neuem deutschen M70-Rekord im Halbmarathonlauf

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08.04.2007
Paderborn: Klemens Wittig mit neuem deutschen M70-Rekord im Halbmarathonlauf
Osterlauf erstmals mit mehr als 8000 Startern

Streckenrekorde der Eliteläufer gab es keine beim 61. Paderborner Osterlauf. Dafür gab es aber in puncto Teilnehmerzahlen eine faustdicke Überraschung und einen blitzsauberen neuen deutschen M70-Rekord im Halbmarathon. Den lief völlig überraschend Klemens Wittig (*1937, LC Rapid Dortmund), der nach netto 1:27:18h den Zielstrich überquerte und damit 27 Sekunden schneller war als Edmund Schepp (*1931, TuS Wiesbaden-Rambach) vor sechs Jahren in Mainz.
Mit 8016 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in allen Läufen feierte auch das älteste innerstädtische Straßenrennen in Deutschland einen neuen Rekord. Organisationschef Horst Wiczynski war bei der Abschluss-Pressekonferenz dementsprechend begeistert: „Das ist Wahnsinn!“ kommentierte der von den Medien modisch als "Race-Director" betitelte Macher den enormen Zuspruch. Schon im Jubiläumsjahr 2006 hatte es mit 7694 Läuferinnen und Läufern eine Bestmarke gegeben. „Damit haben wir innerhalb von zehn Jahren unsere Beteiligung verdoppelt.“, sagte Wizcynski. Dass dabei die Sporthalle am Maspernplatz aus allen Nähten platzte, ist angesichts des enormen Andrangs durchaus verständlich. Auch der Massenstart brachte dem einen oder anderen Athleten Probleme.
Auch wenn es keinen absoluten Streckenrekord gab, konnten sich die sportlichen Leistungen der Teilnehmer bei diesem - so die DLV-Webseite- "Breitensportereignis" durchweg sehen lassen. Den Halbmarathon der Männer gewann der Kenianer Abel Kirui in 1:01,32 Std., bei den Frauen siegte auf dieser Distanz Beatrice Omwanza (Kenia) in 1:11,15 Std. Bei den Masters überzeugten im Halbmarathon der M40-Sieger Jürgen Theofel (*1958, FV Wallau) mit 1:11:13h und in der W40 Petra Maak (TV Bayer Dormagen) in netto 1:17:04h; sie wurde damit Zehnte und zugleich beste deutsche Läuferin und konnte eine Extraprämie von 1000 Euro kassieren, die ein ortsansässiges Unternehmen dafür ausgelobt hatte. Die W60 gewann klar die Lokalmatadorin Ingrid Nachtmann (*1944, VfB Salzkotten) in persönlicher Altersklassen-Bestzeit von 1:40:51 h.
Den 10km-Lauf dominierte in 28:02 Min. der Kenianer Moses Kigen, der bereits 2004 und 2005 in Paderborn das 10-km-Rennen für sich entschied und 2006 den Halbmarathon gewann. Schnellste Frau auf dieser Distanz war seine Landsfrau Peninah Arusei (31:46 Min.). Gesamtsiebte und damit beste Mastersläuferin war Claudia Dreher (*1971, Ihleläufer Burg e.V.) in 34:01; es war nach zwei Trainingslagern in Südafrika und Kenia ein Leistungstest vor ihrem geplanten Start beim Hamburg-Marathon am 29. April. Zu beachten sind sicherlich auch die 48:12 Min. von Marlis Schröder (*1941, LAV Hamburg Nord), die damit eine persönliche Altersklassenbestleistung aufstellte, und Ingrid Lauricks (*1937, Viermärker Dortmund), deren 51:42 Min in der W70 Platz 1 und eine Verbesserung von fast 4 Minuten gegenüber ihrer Vorjahresbestleistung bedeuteten.